Tischlein deck Dich, wie es euch gefällt.


Frühstücksgedeck

Der Spaß an gutem Essen ist zu einem Stück Lebensqualität geworden. Bei der Tischkultur bestimmen nicht mehr Normen und Konventionen allein das Bild, sondern Freude am Schönen - ob modern oder traditionell. Dennoch gibt es eine Reihe nützlicher Tipps rund um die Tafel, die einem helfen, die heutige Vielfalt der Genüsse richtig auszukosten oder bei festlichen Anlässen die Gewissheit zu haben, organisatorisch und gesellschaftlich zu überzeugen. Also, viel Vergnügen mit unseren Tipps unter dem Motto: "Hätten Sie`s (noch) gewusst?"

Das richtige "TISCHDECKEN" - die Profis sagen "Eindecken" - dient nicht nur der Ästhetik, sondern auch dem reibungslosen Ablauf bei Tisch.

Die Grundlage des Gedecks ist der PLATZTELLER:

Menüs kommen und gehen, doch er glänzt durch stolze Präsenz und darf bis zum Dessert bleiben. Die restlichen Porzellanteile werden in der Reihenfolge der Gänge gedeckt.

Die Sitzordnung ist zunehmend lockerer geworden, verleiht aber entsprechenden Anlässen den letzten Schliff, wenn sie richtig angewendet wird. Grundsätzlich gilt: Die Gastgeber sitzen gegenüber, Verlobte zusammen und Ehepaare getrennt. Im zwanglosen Freundeskreis platziert man sich ebenso zwanglos gemischt.

 

Bei größeren Festessen ist ein Tischplan im Vorraum hilfreich, wobei immer ein Herr neben einer Dame sitzen sollte.

Vollendetes SERVIEREN beginnt beim Ehrengast und setzt sich im Uhrzeigersinn fort, wobei Speisen von links, Getränke jedoch von rechts serviert werden.

Nun zum BESTECK. Fischbesteck und Menübesteck machen sich grundsätzlich von außen nach innen nützlich, und zwar in der Reihenfolge der Gänge. Das Dessertbesteck gehört vor den Teller, am besten so: Dann ist nicht nur klar, was in welche Hand gehört, es lässt sich auch leichter um den Teller herum zu sich heranziehen. Übrigens: Überraschen Sie doch mal einen linkshändigen Gast mit einem Spiegelbild - Bestecklayout des Gegenübers!

BESTECKSIGNALE für den Gastgeber. Gekreuzt heißt: Bitte, mehr davon. Parallel bedeutet: Danke, mit diesem Gang habe ich abgeschlossen:

Für die GLÄSER gilt das Gleiche wie für das Besteck: Von außen nach innen in Reihenfolge des Menüs. Wein und andere Getränke wirken am besten in Kristallgläsern, sie geben dem Weißen Licht, dem Roten Kraft und dem Champagner perlenden Auftrieb. Dabei zeichnen sich mundgeblasene und handgeschliffene Gläser durch leichte Unregelmäßigkeiten aus.



SERVIETTEN retten oder ruhen, sind aber ständig zur Hand. Von den vielen Möglichkeiten, eine Serviette dekorativ zu falten, sehen Sie vier Beispiele am Fuß dieser Seiten. Bitte möglichst nur Stoffservietten verwenden, die lassen sich am leichtesten in kleine Kunstwerke verwandeln. Vor allem, wenn sie gut gestärkt, aber nicht zu steif sind. Der Kniff dabei: Servietten vorher anfeuchten und die Kniffe leicht anbügeln, dann gelingt’s mit Sicherheit.

KERZEN gehören eigentlich auf jede festliche Tafel; sie lassen Kristall und Weine funkeln und sind unübertroffen, wenn es um Atmosphäre geht. Der Höhenunterschied einzelner Kerzen sollte allerdings nicht zu krass sein und auch Flammen in Augenhöhe sollten wegen der Sichtbehinderung des Gegenübers vermieden werden.

Für BLUMENDEKORATIONEN gilt bezüglich der Sichtbehinderung natürlich das Gleiche, ansonsten gibt es wohl keine schönere Dekoration, als ein geschmackvoll zusammengestelltes Bukett.


Unser Beispiel: Gedeck für ein Menü
mit Suppe/Sherry und Brot, Fisch/Weißwein
,
Fleischgericht/Rotwein und Dessert